
Brauchen wir so viel Eiweiß?
Die Frage des Eiweißbedarfs stellt sich vielen Freunden der Heillehre nach Anthony William. Wir sind unsicher, da der Eiweiß-Boom derart massiv stattfindet und wir immer und immer wieder auf die scheinbar wichtigste Nährstoffquelle hingewiesen werden.
In diesem Blog möchte ich ein paar Punkte zu diesem Thema bearbeiten:
- was sagt Anthony William zu Eiweiß?
- wofür brauchen wir Eiweiß?
- welche Quellen liefern bioverfügbares Eiweiß?
- Beispiel – veganer Bodybuilder
- wie decke ich meinen Eiweißbedarf?
Was sagt Anthony William zu Eiweiß?
Wer die Bücher von Anthony William kennt, der weiß, dass Anthony bei vielen Erkrankungen eine fett- und eiweißarme Ernährung empfiehlt. Der Grund bei fettarmer Ernährung ist ziemlich klar.
Fett belastet die Leber, Bauchspeicheldrüse und Nebennieren, verdickt das Blut, raubt dem Blut den nötigen Sauerstoff, verhindert den Nährstofftransport in die Zellen, blockiert den Abtransport der Giftstoffe, fördert die Insulinresistenz, usw…
Aber wie sieht es beim Eiweiß aus?
Zunächst wird von Anthony William ganz klar betont, dass eine eiweißreiche Ernährung meist auch eine fettreiche Ernährung ist. Auch sind viele Eiweißquellen (Eier, Fleisch, Milchprodukte, glutenhaltige Getreide, Soja, Molke,…) entzündungsfördernd bzw. enthalten Begleitstoffe (Hormone, Antibiotika, genmanipuliertes Saatgut,…) welche für die Gesundheit nicht förderlich sind und Krankheitserregern als Nahrung dienen.
Nun, Eiweiß ist wichtig und gut, aber in einem ganz anderen Ausmaß, als es uns propagiert wird.
Wofür wird Eiweiß/Protein im Körper laut Ernährungsexperten benötigt?
- für das Immunsystem
- für den Zellaufbau – Muskeln, Knochen, Haare, …
- für den Aufbau von Enzymen und Hormonen
- für die Übertragung von Nervenimpulsen
- für den Transport von Sauerstoff und Fetten
- für den Aufbau von Kollagen, Antikörpern, Gerinnungsfaktoren, …
Wer oder was ist für die Bildung von Eiweiß im Körper laut Anthony William zuständig?
Für die Bildung von Eiweiß im Körper ist nicht ein Brocken Fleisch zuständig. Tatsächlich ist es nicht das Protein in extrem eiweißreichen Lebensmitteln, welches Deine Leber benötigt, um die gesunden Proteine zu bilden, die der Körper braucht. Es ist die Leber, die für die Produktion der Proteintypen verantwortlich ist, die Dein Körper erkennen kann. Dies ist eine der unentdeckten chemischen Funktionen der Leber. Quelle: LINK
Welche Eiweißquellen sind nun laut AW optimal für die Leber um so einfach wie möglich körpereigenes Eiweiß zu bilden?
Wenn Du die Heilung von Symptomen und Beschwerden und die bestmögliche Gesundheit anstrebst, konzentriere Sie Dich auf:
- eine Fülle von frischem Obst
- roher Spinat
- Nori
- Tomaten
- Bananen
- Blattgemüse
- kohlenhydratreicher Gemüsesorten wie Kartoffeln (enthält heilendes Protein) und Winterkürbis
- Spirulina
- Gerstengras-Saftpulver
- …
und sorge dafür, dass Du, falls es Dir möglich ist, Sport zum Aufbau und zur Erhaltung Deiner Muskeln betreibst. Ebenfalls ist es essentiell, gut für Deine Leber zu sorgen, damit die Assimilierung (Nährstoff-Umwandlung) in der Leber funktioniert.
Was brauchen wir laut AW zur Aktivierung der Muskelzellen?
1. Aktivierung der Muskulatur (Training)
2. Ausreichend Kalorien (gesunde Kohlenhydrate)
– Versorgung der Muskelzellen
– Aufbau Muskelmasse
3. Bioverfügbares Protein
– Reparatur Muskelzellen
– Muskelwachstum
Beispiel veganer Bodybuilder:
Nun ist es, gerade für Männer, sehr schwer zu glauben, dass das so gepriesene Eiweiß, doch nicht diesen enormen Stellenwert haben soll.
Deshalb möchte ich, gerade für Sportler ein Beispiel bringen, welches zum Nachdenken anregen sollte, ob das alles stimmen kann was uns über Eiweiß erzählt wird.

| Robert Cheeke, 45 Jahre Veganer, zweifacher Natural Bodybuilding Champion – Isst pflanzenbasiert – verzichtet auf hohen Proteingehalt in der Ernährung Kalorienverhältnis: – 70 % aus komplexen Kohlenhydraten – 15–20 % aus Fetten – 10 % aus Protein |
Wie decke ich meinen Eiweißbedarf?
| Tatsächlich nimmt nicht jeder eine Fülle von Obst, Kartoffeln, Tomaten, usw. täglich zu sich. Auch bei mir ist es so, dass ich am Tag 1x einen Salat esse. Bananen und Äpfel esse ich immer reichlich, aber kohlenhydratreiche Gemüsesorten wie Kartoffeln und Winterkürbis sowie roher Spinat kommt nur ca. 2-3 x pro Woche dazu. Anthony William erwähnt im Buch Mediale Medizin, S. 380, folgendes zu Proteinpulver: Wenn Sie es mit Proteinpulvern halten, sind Sie mit hochwertigem reinem Hanf-Eiweißpulver am besten bedient. Bedenken Sie aber, dass Hanfeiweiß die Darmschleimhaut reizen kann, wenn Sie empfindlich sind oder Morbus Crohn haben. Da ich Sport betreibe nehme ich zu den von AW beschriebenen bioverfügbaren Eiweißquellen noch folgende zusätzliche Eiweißquellen täglich zu mir: – Morgens und abends je 6 Kapseln L-Lysin (diese Aminosäuren werden von Viren gehasst) – Nachmittags ein Shake mit 2 Bananen + Wasser + je 1 EL Spirulina und Gerstengras-Saftpulver + 1 TL Ahornsirup – Manchmal gebe ich am späten Vormittag 1 Messbecher Hanfprotein-Pulver in mein Müsli – Morgens und abends je 4 Presslinge MAP (0% Fett, alle essentiellen Aminosäuren) – Hinweis: MAP ist keine explizite Empfehlung von AW Ich hoffe, ich konnte Dir das Thema Eiweiß/Protein etwas näherbringen. Herzliche Grüße Erich |